Schallpegel

Schallpegel im Raum: Direktschall, Diffusschall und der Hallradius

Der Schallpegel ist das maßgebliche Maß für die wahrgenommene Lautstärke einer Schallquelle. In geschlossenen Räumen setzt sich dieser Pegel aus zwei physikalisch unterschiedlichen Schallfeldern zusammen, deren Zusammenspiel die akustische Qualität bestimmt.

Die zwei Komponenten des Schallfeldes

1. Das Direktschallfeld: Dies ist der Schall, der die Hörenden auf direktem Weg von der Quelle erreicht. In einem freien Feld ohne Hindernisse nimmt der Pegel mit zunehmender Entfernung kontinuierlich ab – bei einer Kugelquelle beträgt dieser Abfall physikalisch bedingt 6 dB pro Entfernungsverdoppelung.

2. Das Diffusschallfeld: Dieser Anteil entsteht durch Reflexionen an Wänden, Decken und Böden. Die Schallwellen verteilen sich „kreuz und quer“, sodass im idealen Diffusfeld der Schallpegel im gesamten Raum nahezu identisch ist.

Der Hallradius ($r_h$): An einem bestimmten Punkt ist der Pegel des direkten Schalls exakt so hoch wie der des diffusen Schalls. Diesen Abstand zur Quelle nennt man Hallradius. Je mehr Absorption im Raum vorhanden ist, desto größer wird der Hallradius und desto klarer wird das Klangereignis wahrgenommen.

Bewertung der Lärmminderung: Normen und Kennzahlen

Um sicherzustellen, dass Räume nicht zu laut werden, nutzen die DIN 18041 und die ÖNORM B 8115-3 spezifische Kennwerte:

  • A/V-Verhältnis (DIN 18041): Hierbei wird die äquivalente Schallabsorptionsfläche $A$ ins Verhältnis zum Raumvolumen $V$ gesetzt. Ein höherer Wert steht für einen akustisch „trockeneren“ und leiseren Raum.
  • Mittlerer Absorptionsgrad ($\alpha_m$): Die ÖNORM bewertet die durchschnittliche Wirksamkeit aller Raumbegrenzungsflächen inklusive der Möblierung.

Einsatzbereiche und technologische Lösungen

Büros und Call Center: Die Herausforderung Thermoaktivierung

In modernen Bürogebäuden kommen oft thermoaktive Bauteilsysteme (TABS) zum Einsatz. Da die Betondecken zum Heizen und Kühlen genutzt werden, dürfen sie nicht durch großflächige, wärmedämmende Akustikdecken verdeckt werden.

Der HSA3-Vorteil: Als mikroperforierter Absorber benötigt der HSA3 kein klassisches Fasermaterial oder dicke Schaumstoffe. Er kann als schlankes, metallisches Element ausgeführt werden, das die thermische Konvektion der Decke kaum behindert, während es gleichzeitig die Schallenergie im Diffusfeld hocheffizient reduziert.

Medizinische Bereiche: Hygiene und Akustik

In Operationssälen oder Behandlungszimmern verbieten hygienische Standards oft den Einsatz herkömmlicher, poröser Absorber, da diese Staub binden oder Fasern abgeben könnten.

Der HSA3-Vorteil: Die HSA3-Technologie ist vollkommen faserfrei und besitzt eine glatte, geschlossene Oberfläche, die leicht zu reinigen und zu desinfizieren ist. Akustische Optimierung und höchste klinische Reinheit schließen sich hier nicht mehr aus.

Gastronomie und öffentliche Hallen

In Kantinen, Restaurants oder Bahnhöfen treffen harte Oberflächen (Glas, Stein, Metall) auf ein hohes Personenaufkommen. Das Ziel ist es, das Diffusschallfeld so weit zu dämpfen, dass Gespräche ohne Anstrengung möglich sind.

Der HSA3-Vorteil: Mikroperforation ermöglicht es, Absorber dezent in die Architektur zu integrieren. Ob als transparente Lösung vor Glasflächen oder als unaufdringliche Wandelemente – der HSA3 kontrolliert den Pegel, ohne das visuelle Konzept des Raumes durch „schwere“ Akustik-Elemente zu stören.

Verkehrswege: Treppenhäuser und Flure

Oft vernachlässigt, bilden Flure und Foyers kritische Zonen für die Lärmübertragung in angrenzende Räume. Eine punktuelle, hochwirksame Absorption ist hier notwendig.

Der HSA3-Vorteil: Durch die hohe mechanische Stabilität der mikroperforierten Oberflächen ist der HSA3 deutlich robuster gegenüber mechanischen Einwirkungen in hochfrequentierten Bereichen als herkömmliche Weichfaserplatten.

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