Raumakustische Kriterien

Raumakustische Kriterien: Das Unsichtbare messbar machen

Warum ist ein Sprecher in einer Halle manchmal glasklar zu verstehen, während seine Worte in einer anderen in einem diffusen "Klangbrei" versinken? Um solche subjektiven Eindrücke objektiv bewerten zu können, nutzt die Akustik spezifische Messgrößen.

Die Raumimpulsantwort: Sie ist die Basis fast aller Kriterien und fungiert als akustischer Fingerabdruck einer Position im Raum. Sie wird aufgezeichnet, indem der Raum mit einem kurzen Impuls (z. B. einem Knall) angeregt wird, um Intensität und Zeitpunkt eintreffender Reflexionen zu messen.
Raumimpulsantwort Diagramm

Wichtige Kriterien im Überblick

1. Deutlichkeitsgrad (C50)

Dieses Maß bewertet die Sprachverständlichkeit an einem bestimmten Platz. Es setzt die Energie des Direktschalls sowie der frühen Reflexionen in Relation zum späten Nachhall.

Der HSA3-Vorteil: Durch gezielte Dämpfung störender Spätreflexionen ohne "tote" Akustik verbessert der HSA3 die Verständlichkeit massiv. Dank seiner Mikroperforation lässt er sich präzise auf Sprachfrequenzen abstimmen.
2. RASTI (Rapid Speech Transmission Index) Ein Standardmaß für Beschallungsanlagen, das zusätzlich externe Störgeräusche (z. B. Bahngleise oder Lüftungen) berücksichtigt.
3. Klarheitsmaß (C80) Bewertet die Transparenz von Musik. Es entscheidet darüber, ob Instrumente eines Orchesters differenziert wahrnehmbar sind oder klanglich verschwimmen.

4. Seitenschallgrad und Bassverhältnis

Diese Werte definieren das emotionale Empfinden im Raum:

  • Seitenschallgrad: Erzeugt das Gefühl der „Einhüllung“. Man fühlt sich vom Klang umgeben, statt ihn nur frontal wahrzunehmen.
  • Bassverhältnis: Beschreibt die klangliche „Wärme“. Ein zu niedriger Wert lässt Räume oft steril oder schrill wirken.

Präzision statt Kompromiss: Warum HSA3 den Unterschied macht

Herkömmliche Absorber wie dicke Stoffe dämpfen oft unkontrolliert – stark in den Höhen, kaum im Bass. Dies schadet dem Bassverhältnis und führt zu einem dumpfen Klangbild.

Der HSA3 fungiert als hochpräzises Werkzeug:
  • Gezielte Kontrolle: Die mathematische Mikroperforation erlaubt die exakte Festlegung der Absorptionsfrequenzen, um Klarheit und Deutlichkeit zu optimieren, ohne Wärme zu verlieren.
  • Optimale Positionierung: Er löst den Konflikt zwischen akustisch notwendiger Platzierung und Optik durch dezente oder transparente Designs (z. B. an Glasfronten oder Sichtbeton).

Das Ergebnis ist eine natürliche Akustik, die über die Erfüllung der DIN 18041 hinaus ein angenehmes Raumgefühl schafft.

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