Mikroperforierte Diffusoren (MPD)
Mikroperforierte Diffusoren (MPD)
Mikroperforierte Diffusoren (MPD) stellen eine moderne Weiterentwicklung der klassischen Streukörper dar. Sie kombinieren das Prinzip der Wandimpedanz-Variation mit der platzsparenden Bauweise mikroperforierter Absorber. Das Ergebnis ist eine Struktur, die Schallwellen effektiv verteilt, ohne die massive Bautiefe herkömmlicher Konstruktionen zu beanspruchen.
Funktionsprinzip und Aufbau
Ein MPD besteht aus mehreren nebeneinander angeordneten, streifenförmigen Resonatoren. Jeder dieser Streifen ist mikroperforiert und auf eine spezifische Resonanzfrequenz abgestimmt. Ähnlich wie bei Phasengittern aus Helmholtz-Resonatoren entstehen so Bereiche mit unterschiedlicher Impedanz, die auftreffende Schallwellen diffus im Raum zerstreuen.
Die mathematische Verwandtschaft zum QRD
Obwohl sie völlig anders aussehen, folgen MPDs in ihrer akustischen Logik den klassischen Schroeder-Diffusoren:
- Klassische Schroeder-Diffusoren nutzen unterschiedlich tiefe Schächte, die physikalisch als λ/4-Hohlraumresonatoren wirken.
- Beim MPD werden diese tiefen Schächte durch flache, mikroperforierte Resonatoren ersetzt, die jedoch exakt die gleiche Resonanzfrequenz aufweisen.
- Die Abfolge der verschiedenen Streifen basiert auf den gleichen pseudostochastischen Zahlenfolgen wie beim QRD.
Materialien und Design-Optionen
Ein großer Vorteil der MPDs ist ihre materielle Flexibilität. Sie können aus nahezu jedem festen Material gefertigt werden. Besonders populär sind Ausführungen aus Acrylglas.